26.01.2011
Interview mit Günter König, ehemaliger Geschäftsführer der GESIS Gesellschaft für Informationssysteme mbH und ehemaliger CIO der Salzgitter AG:
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Konzerndienstleistern besteht darin, dass GESIS selbst Produkte entwickelt und kontinuierlich auf dem Markt nach den besten IT- und Software-Lösungen Ausschau hält, um sie im Konzern als „Pay per Use“-Angebote zur Verfügung zu stellen. Unser Anspruch ist, dass wir durch eine serviceorientierte Architektur sowie durch bedarfsgerechte, kostengünstige und pflegeleichte Lösungen überzeugen wollen. Darüber hinaus ist uns der direkte Kontakt, der direkte Austausch von unseren Mitarbeitern und den Mitarbeitern der jeweiligen Fachabteilungen unserer Kunden wichtig. Um Belastungsspitzen auszugleichen, verfügen wir über ein Netzwerk von zehn bis zwölf Unternehmen, auf die wir zurückgreifen können. So gelingt es uns, immer ausgelastet zu sein und profitabel zu wirtschaften.
Grundsätzlich ist der Salzgitter-Konzern dezentral aufgebaut. Unsere Aufgabe ist es, im IT-Bereich eine einheitliche, gemeinsame Struktur zu etablieren. Und es gelingt uns zusehends, diese Struktur zu verbessern, insbesondere durch selbstentwickelte Lösungen und durch am Markt zugekaufte Top-Produkte. Unser Ziel ist es, Informationstechnologie zu standardisieren, weiterzuentwickeln und IT-Systeme zu betreiben.
Dabei bleiben wir offen für neue Ideen und Lösungsansätze: Bei Ausschreibungen beispielsweise geben wir nur die Aufgabenstellung vor. Die Lösung soll vom Anbieter kommen, sie wird keinesfalls von uns vorgegeben.
Can Do: GESIS beschäftig rund 200 Mitarbeitern, die weltweit Projekte betreuen. Wie haben Sie Ihre internen Prozesse organisiert? Es gibt sehr unterschiedliche Werkzeuge zur Projektplanung, was sind Ihre Anforderungen an ein modernes Projektmanagement? Welchen Nutzen versprechen Sie sich von solch einem Tool?
Als Projektmanagement-Methode haben wir PRINCE2 gewählt. Das ist für uns die Grundlage, um ein Projekt sauber und umfassend zu begleiten. Dies ist aber nur die Basis. GESIS möchte ein zentrales Projektmanagement-Tool, um das ein Framework entstehen soll, der alle Bereiche abdeckt. Wir verlangen von der Planungssoftware, dass sie eine optimale Abstimmung und Dokumentation für alle Beteiligten leistet, einen permanenten Soll/Ist-Vergleich liefert und Ist-Daten differenziert erfasst. Durch solch eine Echtzeit-Planung, inklusive Dokumentation und Fortschreibung aller Daten, reduziert sich die Zahl ineffizienter Meetings und Veranstaltungen.
Wir planen Projekte mit detaillierten Aufwandschätzungen. Dabei berücksichtigen wir bereits in der Planung die Problemstellung der Anforderungsänderungen im Projekt. Somit wird der Aufwand für das Abschätzen solcher Änderungen bereits im Voraus planbar. Entscheidend ist die Transparenz aller Daten für alle Beteiligten. Ein solches System gewinnt an Leistungsfähigkeit und Komfort, wenn weitere Daten anderer Systeme integriert werden können. Es muss offen und in die bestehende Architektur leicht integrierbar sein. Ich denke hier beispielsweise an die Arbeitszeiterfassung: Die Projektmanagement-Software von Can Do, für die sich GESIS letztlich entschieden hat, bietet eine integrierte Zeiterfassung, die unser bisheriges System – CATS von SAP – abgelöst hat.
Can Do: Wie wichtig ist dabei die zeitnahe Informationsvermittlung an Management und Mitarbeiter?
Günter König: Alle Informationen müssen unverzüglich, also in Echtzeit, zur Verfügung stehen. Alle anderen Vorgehensweisen sind nicht zeitgemäß und werden von uns nicht mehr akzeptiert.
Can Do: GESIS hat sich für die Projektmanagement-Software von Can Do entschieden. Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Entscheidung für Can Do?
Günter König: Eigentlich hatte ich mich im Vorfeld für eine andere Projektmanagement-Software entschieden, ein Produkt das bei Analysten als innovativ und modern eingestuft wurde. Diese Lösung war für uns zwar nicht optimal, aber es handelte sich dabei um das geringste Übel.
Dies hat mehrere gute Gründe. Auf der technischen Seite ist die Software Can Do Project Intelligence offen und flexibel, sie ist nicht abhängig von anderen Techniken, wie Active Directory (AD) oder SharePoint. Außerdem benutzt das Programm keine proprietären Schnittstellen. Das war uns sehr wichtig, denn wir haben ja den Anspruch auf eine wirkliche Integration in unsere SAP-System-Landschaft. Darüber hinaus garantierte uns Can Do, die Implementierung in einem kürzeren Zeitraum und mit einem geringeren Aufwand durchzuführen, als dies bei anderen Produkten der Fall ist. Das wurde auch eingehalten. So ließ sich Can Do Project Intelligence schnell und unkompliziert in unsere bestehende IT-Architektur integrieren.
Wie bei jeder Software, die von allen Mitarbeitern benutzt werden soll, spielt die Akzeptanz eine wesentliche Rolle. Da die Empfehlung aus der Mannschaft kam, erkannte ich schnell, dass es mit Can Do besser wird als bisher. So konnte ich mich gar nicht besser entscheiden.
Can Do: Wo wird bei GESIS die Projektmanagement-Software von Can Do zum Einsatz kommen? Könnten Sie sich vorstellen, Can Do auch bei Kunden, die projektebasiert arbeiten, zu empfehlen?
Günter König: Unser normales Tagesgeschäft besteht neben Wartungsarbeiten und Systemarbeiten aus klassischer Projektarbeit. Insofern werden wir unsere Arbeitsprozesse grundsätzlich mit der Projektmanagement-Software von Can Do planen. Gute Werkzeuge kommen bei uns konzernweit zum Einsatz, und da das Planungs-Tool von Can Do branchenunabhängig ist, werden wir es auch überall dort, wo es sinnvoll ist, einsetzen.
Eine hochmoderne Projektmanagement-Software muss inklusive Ideenmanagement entlang des gesamten Portfolioansatzes in Echtzeit Soll/Ist-Daten liefern. Sie muss verschiedenartige Informationen bereitstellen, wie beispielsweise „Wie gestaltet sich der inhaltliche Projektverlauf und wie hoch sind die Betriebskosten?“ Das Programm muss offen sein, damit weitere Daten aus anderen Systemen, wie zum Beispiel SAP, reibungslos angeliefert werden können. Nur so kann der gesamt Life Cycle abgebildet werden – und das ist unser Anspruch.
Aus unserer Sicht ist noch nicht abschließend einschätzbar, ob sich Cloud Computing tatsächlich durchsetzen wird. Sollte das der Fall sein, ist es wichtig, das Gesamtgeschehen aus Sicht des Konzerns begleiten zu können. Mit Can Do sind wir hier richtig aufgestellt. Es werden dann ein neuartiges Portfoliomanagement und andere Prozesse notwendig werden. Doch der Salzgitter-Konzern und GESIS verfügen über die entsprechenden Produkte, zu denen auch Can Do Project Intelligence zählt, um diese neue Herausforderung zu meistern. Einem ausgereiften Ideenmanagement und dem Ausschöpfen von Synergien kommt die entscheidende Rolle zu: Nur wenn wir lernen, Dinge nicht immer wieder neu zu erfinden, werden wir dauerhaft erfolgreich sein.
(Das Gespräch wurde geführt im April 2010)